In eigener Sache

Von 1stMOVER entwickelter Wasserstoff-Startup-Hub H2UB nimmt Regelbetrieb auf – Förder­projekt in Höhe von 9 Millionen Euro genehmigt

Deutschlands größter Gasfern­netz­betreiber, Open Grid Europe (OGE), trat 2019 an 1stMOVER heran, um den in Europa anlaufenden Wasser­stoffmarkt weiter zu aktivieren und OGE darin als zentralen Marktakteur zu positionieren. Das Instrument und Projektziel: ein neuer Wasserstoff-Startup-Hub.

Über anderthalb Jahre hat 1stMOVER für OGE den europäischen Wasserstoff­markt analysiert, das Hub-Konzept auf den Wasserstoffmarkt angepasst und ein erstes Förderprojekt beim NRW-Wirtschaftsministerium für den Hub-Testbetrieb beantragt und durchgeführt. Entstanden ist der erste Wasserstoff-Startup-Hub Europas, der H2UB.com.

Auf Basis des erfolgreichen Testbetriebs des H2UB von Oktober 2021 bis April 2022 haben wir ein zweites, diesmal längerfristiges und größeres Förderprojekt für den Hub-Regelbetrieb beantragt. Dieses wurde nun mit einem Projektvolumen von neun Millionen Euro genehmigt. Am 29. Oktober übergab Prof. Dr. Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, den Förderbescheid an die neugegründete H2UB GmbH – und erteilte damit den offiziellen Startschuss für den H2UB-Regelbetrieb.

NRW fördert H2UB mit 4,5 Mio. Euro
Grafik: NRW-Wirtschaftsministerium erteilt Startschuss für den neuen Wasserstoff-Startup-Hub H2UB.

Von Erfahrungen des Digital Innovation Hub – kurz digihub – profitiert

Mit dem von unseren 1stMOVER-Geschäftsführern Klemens Gaida und Peter Hornik geleiteten digihub-Projekt konnten wir über sechs Jahre viele wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Open Innovation und Hub-Aufbau sammeln. Das Ziel des digihub ist bis heute, die Wirtschaftskraft der Region in Sachen Digital-Innovation und Digital-Transformation zu fördern – durch mehr erfolgreiche Digital-Startups in NRW und durch mehr durch­digita­lisierte, d.h. gestärkte Unternehmen in NRW.

Der digihub als erfolgreiches Open Innovation-Zentrum („Hub“) – als Matchmaker, Accelerator, Netzwerkbauer und Think Tank für die Digitalwirtschaft – kann als Blaupause für andere Märkte und Branchen dienen, die ebenfalls mehr Innovations- und Wirtschaftskraft entfalten sollen. Das können auch neue, in der Entstehung befindliche Märkte sein, die sich noch im Markthochlauf befinden – wie der Wasserstoffmarkt.

Heraus­forde­rungen und Besonder­heiten des Wasser­stoff­markts

Der Wasserstoffmarkt ist anders gelagert und nicht so weit entwickelt wie der Digitalmarkt: Die Technologien sind noch nicht ausgereift und sehr teuer, viele Anwendungen befinden sich noch im Pilotstatus. Auch durchgehende Wert­schöpfungs­prozesse sind nicht etabliert. Außerdem ist die Anzahl der Startups gering – in ganz Europa gibt es nur knapp 200.

Daher erfordert ein Innovationscenter für den Wasserstoffmarkt andere Ansätze als der digihub: Im Gegensatz zum digihub sind die Reichweite und das Maßnahmenprogramm des H2UB europaweit ausgelegt, mit der Koordinations­stelle in Essen. Über diese Stelle werden die bislang wenigen Wasserstoff- und Brennstoff­zellen-Startups europaweit mit Industrie und Forschung vernetzt. Zum anderen sollen Digital­startups in ganz Europa vom neuen Wasserstoffmarkt begeistert und mit neuen Lösungen für den Wasserstoff­markt quasi zu neuen Wasserstoff-Startups werden. Damit soll das Gründungs­geschehen im Wasserstoff­bereich zusätzlich von benachbarten Märkten und Startups befeuert werden.

Warum Startups wichtig für neue Märkte sind
Grafik: Startups sind wesentlich für die Entwicklung eines zukunftsfähigen Wasserstoffmarktes, da sie Innovationen vorantreiben und unkonventionelle Lösungswege gehen.

Konzept des Wasserstoff-Startup-Hubs H2UB

1stMOVER hat das Projekt über anderthalb Jahre von der Idee bis zum aktuellen Fördermittelbescheid vorangetrieben und über fünf Phasen begleitet:

  1. Wasserstoff-Startup-Scouting und Wasserstoff-Startup-Ökosystem­analyse – mehr erfahren
  2. Konzeption eines neuen, europäischen Wasserstoff-Startup-Hubs – mehr erfahren
  3. Partnergewinnung und Erstellung eines Förderantrag über 200.000 Euro für den neuen europäischen Wasserstoff-Startup-Hub – mehr erfahren
  4. Initiierung und Betriebstest des ersten europäischen Wasserstoff-Startup-Hubs – mehr erfahren
  5. Konzeption und Antrag für Wasserstoff-Hub-Förderprojekt mit einem Budget von neun Millionen Euro – mehr erfahren

Der neue Hub wird als Matchmaker europaweit Unternehmen, Startups und Forschungs­einrichtungen zusammenbringen und so neue Innovationsideen und -projekte im Bereich Wasserstoff vorantreiben. Unternehmen erhalten Unterstützung beim Innovations­management, Startups werden mit Workshops, Mentoring und Kapital gefördert. Langfristig soll ein funktionierendes Wasserstoff-Ökosystem in Europa aufgebaut werden, das weltweit einzigartige Wasserstoff-Innovationen hervorbringt und Wasserstoff- und Brennstoff­zellen­anwendungen zukunftsfähig macht.

Konzept des Wasserstoff-Startup-Hubs HH2UB Zentrale Handlungsfelder des Wasserstoff-Startup-Hubs HH2UB
Grafiken: Das Konzept des H2UB sieht vor, Forschungs­einrichtungen, Unternehmen und Startups zusammen­zubringen. Die zentralen Handlungsfelder des Hubs bestehen neben Matchmaking, aus Startup-Acceleration, Ökosystem-Aufbau, Think Tank und Service Desk für alle Akteure des Marktes. Quelle: Wasserstoff-Startup-Hub H2UB.com

Wir freuen uns und sind stolz, dieses Projekt gemeinsam mit OGE und vielen Partnern auf den Weg gebracht zu haben. Mit dem neuen H2UB soll ein wichtiger Beitrag geleistet werden für den Markthochlauf des Wasserstoff­markts in Europa und für eine starke Marktposition von NRW und seinen ansässigen Startups und Unternehmen.

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